16 | 12 | 2019

Führung in der Kapelle des ehemaligen Marianums

Am Mittwoch, den 6.11.2019, wurden die Klassen der E-Phase von Frau Dr. Carola Gries durch die Kapelle des ehemaligen Marianum geführt.

Von Thomas Schindler

Die Studierenden der E-Phase besuchten am 6.11.2019 die Kapelle des ehemaligen Marianum, die der Gottesmutter Maria geweiht ist und am 8. Dezember, dem Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens, ihr Patrozinium feiert. 1988 wurde die Marienkapelle von dem Lichtkünstler Prof. Heinz Mack als Gesamtkunstwerk gestaltet.

In der Gestaltung spielen Licht und das "M" für Maria eine wichtige Rolle. Frau Dr. Gries hat dies sehr schön vom Eingang zum Altarraum erklärt. Man betritt die Kapelle durch eine Tür, die in Form eines "M" gearbeitet ist. Man betritt den Raum durch Maria. Wenn man durch den Mittelgang nach vorne geht, wird man von einem Mosaik in Form von Pfeilen zum Altarraum auf Christus hin geleitet. Die Seiten der Sitzbänke sind auch in Form eines "M" gearbeitet.

Sehr beeindruckend ist dann das Lichtkreuz, auf das man hingeführt wird. Dieses Kreuz ist ein Marmorkreuz, das von hinten mit Tageslicht beleuchtet wird. Auf der linken Seite ist in den sehr bunten Fenstern das Thema Schöpfung verarbeitet. Der Schöpfung gegenüber sind vier Engel dargestellt, die sich durch filigrane und sehr abstrakte Darstellung auszeichnen. Denn niemand kann genau sagen, wie ein Engel aussieht. Der Künstler wollte sich damit – so Frau Dr. Gries – nicht auf eine klassische christliche Ikonographie eines Engels festlegen lassen.

Frau Dr. Gries beendete ihren kompetenten und lebendigen Vortrag mit der Erläuterung des Altarraumes, indem sie den Tabernakel, die Marienstatue, den Altar und den „Energiebogen“ rund um das Kreuz in den Vordergrund stellte.

Die Studierenden und die Lehrkräfte des Spee-Kollegs waren sehr beeindruckt von dem Gesamtkonzept des Kunstwerkes.

Zusammen mit dem Stufengottesdienst am 02. Oktober war dies bereits die zweite Veranstaltung in der Mack-Kapelle des Marianum. Damit soll in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen dem Spee-Kolleg und dem Förderkreis der Mack-Kapelle intensiviert werden.

Zurück