16 | 12 | 2019

Das Martinsfrühstück – Beginn einer neuen Tradition

Am 13. November 2019 fand im Anschluss an einen Impuls in Gedenken an den Heiligen Martin erstmalig ein gemeinsames Martinsfrühstück im Atrium statt.

Von Daniela Parpart, 14. November 2019

"Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" - Mit diesem alten Volkslied, das viele noch aus Kindertagen kennen, begann am gestrigen Mittwoch unser gemeinsamer Morgenimpuls. Versammelt hatte sich die Schulgemeinde am Anschluss an die zweite Stunde im Atrium, welches mit bunten Laternen geschmückt war, um gemeinsam dem Heiligen Martin zu Gedenken. 

Ihm zu Ehren erzählte unser Schulseelsorger, Pfarrer Guido Dalhaus, die Geschichte von einem der bekanntesten Heiligen: Martin von Tours wurde im frühen 4. Jahrhundert im heutigen Ungarn geboren und der dritte Bischof von Tours (Frankreich). Er ist der erste Heilige, der diese Würde nicht als Märtyrer, sondern als Bekenner zugesprochen bekam. Der Legende nach traf Martin als junger Mann, der seinen Militärdienst ableistete auf einen fast unbekleideten Bettler. Während die anderen Soldaten diesem kaum Beachtung schenkten, wollte Martin dem frierenden Mann helfen und so teilte er trotz eisiger Kälte seinen Mantel in zwei Hälften und gab dem Bettler eine. Vom Spott der anderen Soldaten ließ er sich nicht beirren.

Von diesem Zeitpunkt an war Martins Leben vom christlichen Glauben geprägt. Im Jahre 351 ließ er sich taufen und wurde 372 sogar dazu auserkoren Bischof von Tours zu werden. Martin war jedoch bescheiden und hatte großen Respekt vor diesem hohen Amt. So versuchte er, sich im Gänsestall zu verstecken, um der neuen Aufgabe zu entgehen. Doch das Geschnatter der Gänse verriet ihn. Aus diesem Grund essen wir auch heute noch die sogenannte Martinsgans. 

Im Anschluss an den Impuls wurde zwar keine Martinsgans, aber duftende Martinswecke und frischaufgebrühter Kaffee in gemütlicher Atmosphäre in unserem Atrium verzehrt. 

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