14 | 07 | 2020

Abschied nach 137 Jahren – Ein pädagogisches Quartett geht in Pension

Am letzten Schultag des Sommersemesters 2020 wurde die Verabschiedung unserer vier Kollegen Helmut Wagener, Dr. Heinz Pickartz, Michael Stracke und Dr. Adalbert Grote im Atrium gefeiert.

Von Daniela Parpart, 27.06.2020

Am Freitag, den 26.06.2020, fand das turbulente Sommersemester, welches durch die Corona-Pandemie maßgeblich von digitalem Unterricht und der Ungewissheit, wie es weitergeht, geprägt war, doch noch ein versöhnliches Ende.

Nach Überreichung der Zeugnisse wurden – selbstverständlich unter Einhaltung aller „Corona-Maßnahmen“ – unsere vier Kollegen, die vier Oberstudienräte Helmut Wagener (Mathe und Chemie), Dr. Heinz Pickartz (Latein und Philosophie), Michael Stracke (Latein und Griechisch) und Dr. Adalbert Grote (Musik und Deutsch) nach insgesamt 137 Dienstjahren, wie Kollegleiter Norbert Keßler in seiner Rede addiert hatte, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.  

Im Rahmen der Feierlichkeiten hielt neben Norbert Keßler, der noch einmal den schulischen und beruflichen Werdegang der zukünftigen Pensionäre Revue passieren ließ und ihnen offiziell ihre Ruhestandsurkunden überreichte, auch der ehemalige Schulleiter, Michael Roder, eine Ansprache, in der er einige Anekdoten über seine Kollegen zum Besten gab, die für allgemeine Heiterkeit und bei den jüngeren Kollegen unter uns für Staunen sorgten.

So erfuhr man beispielsweise, dass Helmut Wagener in jüngeren Jahren ein begnadeter Stoßstürmer war, der bei einem legendären Turnier gegen ehemalige Abiturienten die Ehre der Lehrer rettete und dass Michael Roder noch heute keine Tomatensuppe essen kann, ohne an eine wohl großartige Theateraufführung mit Michael Stracke zu denken.

Ebenfalls mit Zahlen jonglierte Joachim Möller, stellvertretend für den Lehrerrat. In seiner unterhaltsamen Ansprache, in der er seine Kollegen, insbesondere seinen Lateinfachgenossen, Michael Stracke, der bei der Semantik von Begriffen stets äußerst genau ist, aufs Korn nimmt.

Gemeinsam hatten die Reden alle eines: Sie drückten, egal, ob metaphorisch oder durch Prozentsätze, aus, dass der Weggang der Pensionäre einen großen Verlust für unser Kolleg darstellt. 

Jeder von euch wird dem „Spee“ auf seine eigene Art fehlen: 

Dr. Pickartz mit seinem trockenen, aber niemals verletzenden Humor. Helmut Wagener, der seine Gelassenheit höchstens verliert, wenn er seiner Fußballbegeisterung im Lehrerzimmer Ausdruck verliehen hat. Dr. Grote mit seiner Emotionalität, vor allem, wenn es um seine Leidenschaft, die Musik, geht. Und auch Michael Stracke,  der uns und auch die Studierenden mit seiner pedantischen Genauigkeit zwar oft fast zur Verzweiflung getrieben hat, dabei aber auch häufig Recht hatte. Nicht umsonst heißt der Reisekostenantrag jetzt Reisekostenerstattungsantrag.

Aber, um es mit Trude Herrs Worten zu sagen: „Niemals geht man so ganz!“

Wir freuen uns, dass ihr jetzt in den wohlverdienten Ruhestand geht und hoffen auf ein baldiges Nachholen des Umtrunks, um euren Abschied noch einmal gebührend zu feiern.

Zurück